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GvA
Hamburg sucht erneut neuen Vereinssitz
Manfred Holl, Hartwig Lüthen
„Völker der Welt, schaut auf diese Stadt!“, dieser berühmte
Ausspruch des Berliner Bürgermeisters Ernst Reuter vor dem Reichstag am
9. September 1948 angesichts der Berlin-Blockade könnte in leicht
abgewandelter Form auch für die Gesellschaft für volkstümliche
Astronomie e. V. (GvA) in Hamburg gelten. Nachdem der Verein im Jahr
2002 aus dem Hamburger Planetarium geworfen wurde – ein in der
bundesdeutschen Vereinslandschaft nach wie vor einmaliger Vorgang –
hatte man ein neues Domizil auf dem City-Center Bergedorf gefunden: Ein
auf ein Flachdach aufgesetzter Pavillon.
Daraus hat sich dann für unsere hiesigen Stadtverhältnisse ein Traum
von Sternwarte entwickelt. Eigene Räume, die nur uns gehörten, wo uns
eigentlich niemand einfach vor die Tür setzen konnte, jederzeit zugängliche
Vereinsgeräte und Beobachtungsmöglichkeiten zu jeder Tag- und
Nachtstunde (sofern es das Wetter zuließ). Nach anfänglichem Zögern
wurde der neue Vereinssitz gut angenommen, verschiedene regelmäßige
Workshops (Sonne, Video, Spiegelschleifen) abgehalten oder mit dem
vereinseigenen C 8 und einem kleinen Dobson beobachtet, mit Webcams
Planeten und Mond aufgenommen.
Eigentlich kein richtiger Grund um sich zu beklagen, doch vor ein paar
Monaten kam dann eine erneute Hiobsbotschaft: Unser Pavillon muss aus
bautechnischen Gründen (Sanierung des Flachdaches) ersatzlos abgerissen
werden, weil es in den darunter liegenden Etagen zu Leckagen gekommen
war. Zwar ist der Verein eindeutig nicht Verursacher dieser Schäden,
gleichwohl verliert die GvA Hamburg aufgrund dieser Baumaßnahmen nun
erneut ihren Vereinssitz. Und dieses Mal sieht es weniger gut aus:
Ersatzräume stehen nicht zur Verfügung oder sind schlicht viel zu
teuer. Aussichten auf eine rasche Lösung der Probleme bestehen derzeit
nicht. Zwar zeichnen sich Übergangslösungen ab, aber nichts ist
konkret.
Insofern ergeht hier ein Hilferuf an alle Sternfreunde: Wer kann uns
helfen, in Hamburg einen neuen Vereinssitz zu finden? Hierzu muss man
nicht zwangsläufig Mitglied der GvA sein! Schön wären etwa 40-60
Quadratmeter, billig anzumieten, mit einer Möglichkeit der Beobachtung.
Der Himmel muss nicht unbedingt dunkel sein, wichtiger ist uns eine
einigermaßen zentrale Lage bzw. gute Erreichbarkeit mit öffentlichen
Verkehrsmitteln. Wer in Hamburg so etwas kennt, melde sich bitte bei
einem der Autoren.
Manfred Holl: m.holl(==>)t-online.de
Hartwig Lüthen: h.luethen(==>)12move.de
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