Zuletzt geändert am 18.1.2008

Die Außensternwarte


ASW1979ASW1996asw2007
1979-1987: Außensternwarte der GvA im Bassental bei Neuwulmstorf1996-2007: Außensternwarte im  Astrocontainer südlich von LüneburgSeit 2007: Außensternwarte bei Handeloh in der Nordheide

Schon 1979 errichtete die GvA im Bassental südlich von Hamburg eine große Sternwarte mit abschiebbaren Hütten und einem 31cm und einem 36cm Newton. Als ein Freizeitpark gebaut wurde, mussten wir erstmals umziehen.  1996-2006 stand die Sternwarte bei Bardenhagen südlich von Lüneburg. Als hier ein Wellness-Hotel errichtet wurde, mussten wir erneut umziehen. Der Umzug fand im Herbst 2007 statt und ist praktisch abgeschlossen. 

Die Sternwarte steht jetzt südlich von Hamburg bei Handeloh. In der Lüneburger Heide gibt es wahrscheinlich den besten Himmel im Norden Deutschlands. In der Sternwarte kann man alle Arten der Astronomie betreiben: Visuelle, fotografische und CCD Beobachtungen sind möglich. Instrumente und Ausstattung sind ausgezeichnet. 


Sternwarte:

Die Sternwarte von Außen (Blick von Westen), Bild: Gerd Neumann Das Gebäude ist ein "Astrocontainer", also umgebauter 6m Container mit Schiebedach. Der Container ist in zwei Räume aufgeteilt: Den Aufenthaltsraum, mit zwei PCs, Zubehörschränken etc., und den Beobachtungsraum mit der Teleskopanlage.

Der Beobachtungsraum ist nicht isoliert, das Teleskop hat meistens schon fast Umgebungstemperatur. Während der fotographischen Beobachtung übernimmt ein Autoguider die Nachführung.  Der Beobachter kann sich in den Aufenthaltsraum zurückziehen und das Teleskop nur durch ein Fenster überwachen. Natürlich kann man auch so lange mit dem Feldstecher o.ä. beobachten oder alternativ auf Säulen mitgebrachte Fernrohre aufstellen. Wenn mit der CCD.Kamera beobachtet wird, ist der Komfort noch eine Stufe höher: Man kann von Schreibtisch des Aufenthaltsraumes sowohl das Objekt auf dem Chi[i][b]p positionieren als das Bild scharfstellen. (Okularauszug NGF-S mit Motorfokus und digitaler Ablesung) Über die optischen Encoder und die Schnittstelle der FS-2 Steuerung ist ein sehr einfaches Aufsuchen der Objekte über die Koordinatenanzeige oder das Sternkartenprogramm GUIDE möglich.

Der Aufenthaltsraum ist für die Kabel über einen Tunnel mit dem Beobachtungsraum verbunden, das standardmäßig sehr gute Seeing in der Lüneburger Heide bleibt uns also voll erhalten.


Instrumente:

Fettich

36 cm F/6 Newton mit Zerodur Optik, 60mm Sucher, Telrad, NGF und Scheinerblende, 80mm ED Leitrefraktor, auf GOTO-fähiger Alt AD7-Montierung.

 

 
Aktuell: Umzug der Außensternwarte ist praktisch abgeschlossen

Leider wurde der unser Pachtvertrag Anfang 2006 gekündigt, da in der Gegend südlich von Lüneburg ein Wellness-Hotel errichtet wird. Das erfordert einen Umzug der Sternwarte. Die weitsichtige Planung der 90er Jahre - die Errichtung eines transportablen Containers anstelle einer billigeren Holzhütte - zahlt sich in dieser Situation aus. Wir einfach können per Tieflader die ganze Sternwarte zu einem neuen Standort bei Handeloh transportieren und dort aufstellen. Unsere Verhandlungen vor Ort waren sehr erfolgreich. Wir haben eine Baugenehmigung erhalten und auch einen langfristigen Pachtvertrag abgeschlossen.  In Handeloh gibt es zudem einen sehr aktiven Astroverein, mit dem wir zusammenarbeiten. 

Der neue Standort befindet sich am Planetenweg in Handeloh auf Höhe von Uranus. Baubeginn ist Ende September 2007.  

So lief der Umzug ab


Schritt 1 : Planieren, Fundament:
ERLEDIGT: Eine Firma hat  das Gelände planiert. Ein Streifenfundament ist bereits erstellt, und das Loch für die Montierungssäule ausgehoben. Ein Stromkabel liegt ebenfalls.  Der Beton ist trocken
ASWfundamentsaeulenfundament
Ende September: Aushub der Fundamente am neuen Standort. Inzwischen ist der Beton eingefülllt und trockenund hier kommt die Säule rein !




Schritt 2:  13.10.2007: Vorbereitungen am alten Standort: Am KOMMENDEN Wochenende wird am Standort der alten Sternwarte der Sternwarten-Container endgültig transportklar gemacht. Hierzu sind einige helfende Hände nötig. Wer helfen möchte, rufe bitte Konstantin zwecks Absprache an (Email und Tel. ganz unten). Am Di., 16.10.2007 wurde die Säule geschüttet.

 AWSVorbereitungASW-Umzug: Vorbereitung
13.10.2007: Vorbereitung des Containers

Schritt 3: Fr. 19.10. 2007.: Transport des Containers.  Der eigentliche Umzug ist, wie mir Konni erzählte, heute problemlos über die Bühne gelaufen.  Der Container wurde per Kran auf einen Tieflader gehoben und zum neuen Standort verfrachtet. Am neuen Standort wurd der Container dann auf die Fundamente gestellt. Ein besonders kitzteliger Augenblick war hierbei das "Einfädeln" der Säule, das aber glatt ablief.


ASWabgeladenASW schwebtaswxxx
aswstehtASWroedel


Schritt 4:  Sa. 20.10.2007: Einräumen:  Die Schränke wurden wieder aufgestellt, Bleche wieder angeschraubt, Kabel durch die Kanäle gezogen usw. Also viel Kleinscheiß. Im wahrsten Sinn des Wortes.  Für das ASW-Team war die Aktion offfenkundig sehr befriedigend.

team



Schritt 5: So 4.11. 2007: Einbau des Fernrohrs:  
Das Fernrohr ist unser 36cm Newton, der auf einer seit Jahrzehnten in GvA-Besitz befindlichen Alt AD7 Montierung aufgestellt wurde. Die Montierung erhielt eine zeitgemäße GOTO-fähige Motorisierung und neue Getriebe bei der Firma Gerd Neumann. Der Tubus erhät ebenfalls dort eine Lüftung und einen neuen Fangspiegel. Am 4.11.2007 wurde das Fernrohr in der Sternwarte auffgestellt, und erstmals schlug Murphy zu. Es entwickelte sich ein regelrechtes Drama!


Vor KriseHuch!Krise
Gerd Neumann und die Montierung...Oh nein! Die Schrauben sind zu kurz oder der Flansch ist zu dick!Krisensitzung
Dreh
yeah2ruck
Ein Landwirt aus Handeloh hat eine passende Drehmaschine. Gerd Neumann dreht 6-8mm vom Flansch ab! Dem Maschinenbau-Inschenör ist nix zu schwör!Verspielt!Hauruck: Die Alt-AD7 wird auf die Säiule gewuchtet
SchelleScope ruff
Die schönen neuen Schellen für das FernrohrDer Tubus wird eingehängtDer Spiegel wird eingesetzt


Fettich!!!!

Die GvA hat wieder eine Außensternwarte mit einem Fernrohr

Wir haben dann noch die Optik justiert, und einige Leute haben sogar bereits beobachtet.

Schritt 6: 9.11.2007:
Der Strom ist angeschlossen. Die Sternwarte ist ziemlich vorbereitet für ein First Light, welches wir aber wegen der unklaren Wetterlage NICHT am 11.11. um 22:22 durchführen werden. Dennoch: Diese Sternwarte ist bereits jetzt ein klarer Verstoß gegen Cheops Gesetz ("Baumaßnahmen dauern länger und kosten den Verein mehr als ursprünglich geplant") .  Der Umzug ist auf den Tag genau abgeschlossen. Und die Geldseite stimmt  auch.

27.11.2007:  Polachse der Montierung ist justiert. Und das ging so.


Derzeitiger Status: Beginnender Astrospaß.

Am 12/13.1.2007 fuhren Daniel Schenck, Christiane Zirlkel (beide frisch gebackene GvA-Mitglieder) und Hartwig Lüthen nach Handeloh. Wir befestigten an den Baader-Schienen einen 15cm f/5 Newton und ein 200mm Tele mit je einer DSLR. Die Nachführung erwies sich als sehr genau - 5 Minuten bei 750mm Brennweite ohne Nachführkorrektur war kein Problem. Danach nutzen wir den 36cm Newton, um ein paar sehr eindrucksvolle Blicke auf ein paar Deepsky-Objekte zu werfen. Mars und Saturn bei 360X waren auch sehr hübsch.


M42_ChristianeM42 Daniel
Christiane Zirkels erste Aufnahme mit ihrer Canon 350D und einem 200mm TeleDaniel Schenck hängte seinen 15cm Newton an die Schienenbefestigungen am Hauptrohr und fotografierte mit seiner Olympus 410E DSLR M42 (ISO 800, Belichtungszeiten 60, 169, 108, 39, 269, 51, 195, 31, 15)  Addiert undbearbeitet mit Fitswork




Wichtig: Über aktive Mithilfe freuen wir uns.



Konstantin von Poschinger

 Tel. 040-8805747



Gefangen im Frame? Klicken sie hier.